Willkommen bei unserem großen Abziehstein Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Abziehsteine. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Abziehstein zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Abziehstein kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Durch den täglichen Gebrauch von Küchenmessern stumpft das Eisen ab und verliert an Schärfe. Um dem entgegenzuwirken dient der Abziehstein als wichtiges Tool.
  • Auf dem Markt werden verschiedene Varianten von Abziehsteinen angeboten. Jedoch gibt es unterschiedliche Arten und unterschiedliche Anwendungsbereiche.
  • Beliebt sind Kombi-Abziehsteine mit 2 verschiedenen Körnungen, um schnell die geeignete Schärfe zu gewährleisten.

Abziehstein Test: Das Ranking

Platz 1: Bearmoo Schleifstein

Platz 2: Zacfton Schleifstein Set

Platz 3: Shan Zu Abziehstein 2-IN-1

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Abziehstein kaufst

Was ist ein Abziehstein?

Abziehsteine oder auch Schleifsteine dienen dazu, metallische Werkstoffe aufzubereiten und zu schärfen. In der Regel werden sie dazu benutzt die Schneide von Messern zu schleifen oder zu polieren. Dabei wird der beschädigte Grat einer Klinge entfernen, und so für die nötige Schärfe gesorgt.

Abhängig vom Material und der Beschaffenheit kann ein Schleifstein verschiedenen Zwecken dienen. Egal ob hochwertiges Damastmesser, oder eine günstigere Variante, gerade täglich verwendete Küchenmesser sind durch ihren Gebrauch einem stetigen Verschleiß ausgesetzt.

Damit dir die Freude am Kochen nicht verloren geht, empfehlen wir, einen Schleifstein zu benutzen. Der Abziehstein ist unter mehreren Namen bekannt. So wird er auch als Wetzstein, Wasserstein oder Schleifstein bezeichnet. Nicht zu verwechseln mit einem Wetzstab, beziehungsweise Wetzstahl.

Wie benutze ich einen Abziehstein richtig?

Je nachdem was du für einen Wetzstein besitzt, musst du ihn zunächst mit Öl übergießen oder einen Wasserstein 5 bis 10 Minuten in ein Wasserbad einlegen, damit er sich vollsaugen kann. Sobald keine Luftbläschen mehr aufsteigen, kannst du davon ausgehen, dass er optimal getränkt ist.

Dann legst du den Abziehstein auf eine rutschfeste Unterlage. Dafür gibt es zum Beispiel spezielle Schleifsteinwannen oder Silikonhalter.

Solltest du einen zweiseitigen Schleifstein haben, beginnst du auf der gröberen Seite des Steins mit dem wetzen.

Mit einem Schleifstein kannst du all deine Messer ganz einfach schärfen. (Bildquelle: 123rf.com / 76665809

Du legst die Schneidefläche mit einem Winkel von 15° bis 20° auf den Stein auf und bewegst sie in beide Richtungen über die gesamte Fläche. Dabei musst du darauf achten gleichmäßig Druck auszuüben. Während der Bewegung ziehst du das Messer von der Klingenspitze über die Klingenmitte bis zum Klingenende über den Wasserstein. So kann sich ein feiner Grat bilden.

Sobald du eine Veränderung  erkennen kannst, wird die Klingenseite gewechselt. Sofern es nötig ist musst du den Vorgang für beide Seiten der Klinge mehrmals wiederholen. Dabei ist es wichtig, dass du den Winkel nicht veränderst.

Während des Schärfens musst du den Stein gelegentlich mit Wasser befeuchten. Grund dafür ist, dass sich das Wasser und kleine Partikel, die sich aus dem Material lösen, zu einer Schleifmasse vermischen. Dadurch wird das Wetzen erst ermöglicht.

Gegen Ende ziehst du das Messer zweimal schräg ab, damit du auch den letzten Abtrag entfernen kannst. Dein Messer ist wieder scharf.

Abschließend entfernst du die Schleifmasse von deinem Abziehstein, indem du ihn unter Wasser abspülst, und reinigst deine Klinge, um sie von Partikel Rückständen zu befreien.

Was ist Schärfe?

Du kannst Schärfe durch die Güte der Verschneidung der beiden Fasenflächen einer Klinge definieren. Ihre Schnittlinie bildet deine Schneide.

Stumpfe Küchenmesser weisen eine Abrundung an der Schnittkante auf. Wenn du deine Schneide nachschärfst geht es also darum, Material an der Fasenfläche präzise abzutragen, damit dein Messer wieder eine perfekte „Verschneidung“ erzielt.

Welche Körnung ist sinnvoll?

Der klassische Universalabziehstein für den Privatgebrauch besitzen in der Regel zwei Seiten. Nach der europäischen Bemessung bewegt sich die Körnung der gröberen Seite zwischen 400 und 600 und die der feineren Seiten zwischen 900 und 3000.

Bei einer 1000er Körnung erreichen dein Haushaltsmesser beim Schärfen ausreichende Klingenfeinheit. Deine Koch- und Rasiermesser solltest du mit 3000er-Körnung veredeln.

Die Körnung gibt dir Auskunft über die Feinheit deines Schleifmittels. In Europa ist die Körnung nach der Anzahl der Maschen pro Quadratzoll eines Siebes definiert.

So kann beispielsweise ein Schleifmittel der Körnung 500 gerade noch ein Sieb mit 500 Maschen pro Quadratzoll durchdringen. Als Maßeinheit für die Schleiffähigkeit und Zusammensetzung deines Wetzsteins dient also die Körnungszahl.

Umso höher die Kornanzahl deines Abziehsteins ist, umso feiner ist dein Ergebnis. In der Regel haben Abziehsteine für dein Küchenmesser eine mittlere Körnung von 240 – 1000 bis höhere Körnung von 1000 – 8000. Grobe Körnung von 80 – 220 benutzt du zum Schrubben.

Also für eine grobe Formgebung und das Herausschleifen von Ausbrüchen und Riefen zum Beispiel bei Fliesen. Mit der mittleren Körnung kannst du beispielsweise leichte Kratzer entfernen und raue Schneiden aufbereiten.

Mit einer hohen Körnung hingegen kannst du  polieren und veredeln. Solche Wetzsteine werden auch als Polierstein bezeichnet.

Da es im internationalen Handel 3 unterschiedliche Maschenweiten für Siebe gibt, gibt es hinsichtlich des Körnungsgrads 3 verschiedene Skalierungen. Da sich die Werte nicht linear zueinander verhalten ist es schwierig sie miteinander zu vergleichen.

Korngröße Europa Korngröße Japan Korngröße USA
320 600 360
400 500
500 1200 600
800 3000 1200
1200 4000
2000 8000

Auf welche Körnungsskala du zurückgreifen kannst, hängt vom Herkunftsland des Abziehsteins ab. Hier teilen sich Europa, Japan und die USA den Markt.

Was kostet ein Abziehstein?

Im Bereich Wetzstein variieren die Preise stark. Der Preis der Steine hängt neben der Verarbeitung auch von der Größe und vom Einsatzzweck ab. Einfache Schleifsteine in handelsüblicher Größe kannst du bereits ab 5€ erwerben. Für spezialisierte Abziehsteine für Messerklingen kannst du aber auch bis zu 40€ zahlen.

Hierbei handelt es sich aber Häufig um Abziehsteine mit nur einer Körnung. Wenn du dir also einen Vorschliff, Grundschliff und eine Politur für deine Klinge wünscht, dann benötigst du dafür mehrere Steine mit verschiedenen Körnungen.

Art Kosten
Einseitige Körnung 5€ bis 40€
Zweiseitige Körnung 50€ bis 190€

Im Handel erhältst du daher auch sogenannte Kombi-Schleifsteine mit mindestens zwei verschiedenen Körndichten. Bei entsprechender Körnung, kannst du mit einem Kombi-Schleifstein sowohl einen Grundschliff als auch eine Politur an deiner Klinge vornehmen. Preislich musst du dabei mit 50 – 190€ rechnen.

Wo kann ich einen Abziehstein kaufen?

Namhafte Abziehsteine, wie Wüsthof, Lansky, WMF, KAI oder Herbertz kannst du in deren eigenen Online Shops erwerben oder in Haushaltsfachgeschäften. Ein großes Sortiment findest du ebenso bei bekannten Online Händlern wie:

  • Amazon
  • Idealo
  • Hornbach
  • Conrad
  • Ebay

Die größte Auswahl an Schleifmitteln und die höchsten Körnungen finden Sie in Baumärkten nicht in der Schleifmittelabteilung, sondern meist im Bereich des Auto- und Karosseriezubehörs.

Gibt es Alternativen zum Abziehstein?

Um ein perfektes Resultat einer scharfen Schneide zu erzielen, musst du dein Messer häufig mehrfach mit verschiedenen Körnungsdichten bearbeiten. Der Prozess vom Grundschliff bis hin zur Politur kann dann doch recht aufwendig werden. Zudem benötigst du einige Vorkenntnisse hinsichtlich der Wahl einer geeigneten Körnung sowie der richtigen Technik beim Wetzen.

Wenn du also Mühe und Zeit sparen möchtest hast du natürlich die Möglichkeit zu einfacheren Alternativen zu greifen. So kannst du auch eine elektrische Schleifmaschine benutzen, um schnell und einfach zu schleifen.

Der Schliff der elektrische Variante ist zwar nicht ganz so präzise wie der Abziehstein, das Resultat ist aber für den täglichen Küchengebrauch ausreichend.

Eine weitere Alternative zum eigenen Wetzstein stellt der Profi dar. Wenn du großen Wert auf einen exakten Feinschliff legst, dann kannst du deine Klingen auch in einer Messerschleiferei schärfen lassen. Für eine einzelne Klinge musst du hier mit einem Preis von 5 bis 15€ rechnen.

Entscheidung: Welche Arten von Schleifsteinen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Je nach Anwendungsbereich unterscheiden wir zwischen 4 Arten von Abziehsteinen:

  • Vorschliff
  • Grundschliff
  • Politur
  • Kombischleifstein

Es gibt verschiedene Anwendungsbereiche für Schleifsteine. Da sie aber durch ihre jeweilige Beschaffenheit nur spezifische Anwendungsbereiche abdecken können, ergeben sich Vor- und Nachteile für jeden Stein.

Je nach Zustand deiner Klinge eignet sich eine andere Art von Abziehstein für dich. Im Folgenden möchten wir dir die Entscheidung erleichtern, indem wir die Unterschiede der einzelnen Arten erklären und die Vor- und Nachteile deutlich machen.

Was zeichnet einen Abziehstein für den Vorschliff aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Ist die Schneide deines Messers sehr stumpf oder sogar beschädigt, musst du sie dringend vorschleifen. Dabei geht es zunächst nicht darum, dass du eine brauchbare Schärfe erzielst, sondern du trägst zunächst viel Material von deinem Werkzeug ab, um Beschädigungen auszuschleifen und dein Messer für den eigentlichen Schliff bereit zu machen.

Vorteile
  • Reparatur
Nachteile
  • Unzureichende Schärfe
  • Hohe Abnutzung

Am besten nutzt du für den Grundschliff deines Messers eine Körnung im Bereich 150 bis 800.

Was zeichnet einen Abzeihstein für den Grundschliff aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Ist dein Küchenmesser ein wenig abgenutzt oder war sogar beschädigt und musste vorgeschliffen werden, dann ist es jetzt an der Zeit ihm einen Grundschliff zu verpassen.

Dadurch erlangt dein Messer wieder die nötige Schärfe, damit es wieder voll einsatzfähig ist. Man spricht auch von der Gebrauchsschärfe. Der Grundschliff ist daher essentiell, damit dein Küchenmesser einwandfrei funktioniert und du wieder Spaß beim Kochen hast.

Vorteile
  • RAusreichende Schärfe
  • Grundschliff
Nachteile
  • Keine Politur

Für den Grundschliff machst du einen Abziehstein mit einer Körnung im Bereich zwischen 800 und 1000. In diesem Körnungsbereich bist du auf der sicheren Seite, damit dein Messer wieder einsatzfähig ist.

Was zeichnet einen Abziehstein für die Politur aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Um die Klinge zu pflegen und ihr die perfekte Schneidkraft zu verleihen, benötigst du einen Abziehstein mit sehr hoher Körnungszahl. Durch die sehr feine Körnung eines solchen Poliersteins, wird nur wenig Material von der Schneide abgetragen.

Vorteile
  • Politur
  • Veredelung
  • Hervorragende Schärfe
Nachteile
  • Kein Vorschliff
  • Keine Grundschärfe

Gute Resultate erzielen Poliersteine oberhalb einer Körnung von 1000. Optimale Ergebnisse liegen im Bereich zwischen 2000 und 120000, wobei du bereits bei einer Körnung von 3000 spiegelnde Oberflächen erzeugen kannst.

Durch die Politur wird deine Messerklinge veredelt.

Was zeichnet einen Kombiabziehstein aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Nach der bisherigen Übersicht über die Anwendungsbereiche wirkt es so, als müsstest du eine Vielzahl verschiedener Schleifsteine kaufen, um dein stumpfes oder beschädigtes Messer wieder auf Vordermann zu bringen.

Das muss nicht zwangsläufig sein. Du kannst dir auch einen sogenannten Kombischleifstein kaufen. Dieser stellt ein Schleifset dar, in welchem du in der Regel zwei verschiedene Körnungen zur Auswahl hast.

Vorteile
  • 2 Anwendungsbereiche
  • Geldersparnis
Nachteile
  • Feste Körnungsvorgaben

Auf diese Weise kannst du zwei verschiedene Anwendungsbereiche abdecken, wie beispielsweise den Vorschliff und den Grundschliff oder den Grundschliff und die Politur.

Hier zahlst du zwar etwas mehr als bei den einzelnen Schleifsteinvarianten, aber da du nun 2 Wetzsteine in einem hast, sparst du in Summe Geld.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Abziehsteine vergleichen und bewerten

Nachfolgend werden wir dir die wichtigsten Kriterien zeigen, anhand welcher du dich beim Kauf eines Abziehsteins orientieren kannst.

Die Kriterien mit deren Hilfe du Abziehsteine miteinander vergleichen kannst, umfassen:

  • Körnung
  • Schleifstein – Varianten
    • Naturstein
    • Japanischer Wasserstein
    • Ölstein
    • Diamantstein

Nachfolgend kannst du lesen, was es mit den jeweiligen Kriterien auf sich hat und erfährst, weshalb es für dich sinnvoll ist, ein Modell anhand der Kriterien zu erwerben oder eben nicht.

Körnung

Da die Körnung eines Schleifsteins seinen Funktionszweck definiert stellt sie ein essentielles Kaufkriterium für dich dar. Möchtest du eine abgenutzte und stumpfe Klinge vorschleifen, dann solltest du eine Körnung zwischen 150 und 800 hernehmen.

Um eine geeignete Schärfe für den Gebrauch zu erreichen kannst du eine Körnung von 800 bis 1000 verwenden. Und möchtest du dein Messer nach dem Schleifen noch polieren sollte die Wahl auf eine Körnung über 1000 fallen.

Die Körnung entscheidet beim Abziehstein über den Schleiferfolg.

Schleifstein – Varianten

Es gibt 4 verschiedene Varianten des Wetzsteins, die es zu vergleichen und zu bewerten gilt. Zu diesen Steinen zählen:

  • Naturstein
  • Japanischer Wasserstein
  • Ölstein
  • Diamantstein

Nachfolgend haben wir die Eigenschaften dieser Schleifsteine für dich unter die Lupe genommen.

Naturstein

Natursteine, wie der Belgische Brocken sind Sediment- oder Kalksteine, deren strukturelle Beschaffenheit sehr vom Abtragungsort abhängt. Früher wurden hauptsächlich Natursteine für Schleifarbeiten genutzt.

Durch Jahrhunderte langen Abbau kam es jedoch zu einer Verknappung. Sie werden heutzutage immer seltener benutzt, da künstliche Wasserschleifsteine preiswerter und pflegeleichter sind.

Durch ihre sehr feine Schmirgelqualität sind sie allerdings besonders geeignet wenn du einen Stein für den Feinschliff oder die Politur deines Küchenmessers benötigst.

Japanischer Wasserstein

Mit einem Japanischen Wasserstein kannst du deine Klingen nicht nur fein bearbeiten, sondern auch recht schnell. Wegen des weichen Bindemittels brechen die abgestumpften Schleifkörper während des schleifvorgangs relativ schnell aus.

Durch den schnellen Abtrag von Bindemittel schlämmt der Japanischen Wasserschleifstein deutlich und bewirkt dadurch eine matte Satinierung des Messers, welche sich durch die Bewegung von Stein und Metall nach und nach ergibt.

Gleichzeitig nutzt sich der Japanische Wasserschleifsteinstein aber auch deutlich schneller ab als Abziehsteine mit einem härteren Bindemittel. Die Oberfläche dieses Wetzsteins bleibt dadurch nicht lange eben und muss häufiger abgerichtet werden.

Ölstein

Ölschleifsteine oder kurz Ölsteine sind Schleifsteine, welche du mit dünnflüssigem Öl anstatt mit Wasser als Schleifmittel benutzt. Dadurch werden sehr gute Schleifresultate erzielt. Bekannte Ölsteine sind der graue und schwarze Arkansas.

Durch das Öl wird ein erhöhter Abtrag verhindert und dein geschliffenes Messer wird zudem mit einem dünnen Ölfilm überzogen. Dieser bietet vorübergehend einen Rostschutz. Der Ölstein eignet sich besonders gut bei sehr stumpfen Messern mit kleineren Unebenheiten.

Du kannst deinen Ölstein auch mit Wasser benutzen, jedoch erhöht das Öl die Abrasivität der im Regelfall hart gebundenen Ölsteine und beim Schleifen ergibt Schleiföl ein feineres Schliffbild.

Damit du herausfinden kannst, welche Methode für dich am effektivsten ist, empfiehlt es sich immer, den Schleifstein zunächst mit Wasser zu testen. Sollte das Ergebnis für dich ausreichend sein, kannst du im nächsten Schritt Öl zum direkten Vergleich verwenden.

Eine Ausnahme stellt der Japanischen Wasserstein dar, der ausschließlich mit Wasser und niemals mit Öl zu nutzen ist.

Du musst unbedingt beachten, dass ein Schleifstein, den du einmal mit Schleiföl verwendet hast, nicht mehr als Wasserschleifstein genutzt werden kann. Da das Öl nicht mehr zur Gänze aus dem Stein ausgespült werden kann, kann der Schleifstein kein Wasser mehr aufnehmen.

Diamantstein

Bei der Herstellung eines Diamantsteines werden Diamantsplitter in eine Nickelschicht auf einem Stück Lochmetall eingebettet. Die Vertiefungen des Lochmetalls fangen den Materialabrieb auf und gewährleisten so den Kontakt des Messers zum Diamantstaub dauerhaft.

Da die Schleiffläche des Diamantsteins besonders hart ist, wird an der Klinge eine große Menge an Material abgetragen, so dass gerade Messer mit hohem Härtegrad zwar recht schnell scharf werden, aber eine sehr hohe Feinheit nicht unbedingt erreichbar ist.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Abziehstein

Warum solltest du einen Abziehstein einem Wetzstab/ Wetzstahl vorziehen?

Das wichtigste beim Wetzen sollte für dich die Schonung der Schneidefläche sein. Dein Küchenmesser soll seine alte Schärfe wieder erlangen, ohne dass allzu viel Material abgetragen wird.

Selbst wenn du einen Schleifstein mit grobem Korngehalt verwendest um dein abgestumpftes Messer zu schärfen, wird durch die Körnungsstruktur mehr von deinem Wetzstein abgetragen als von deinem Küchenmesser.

Da ein Wetzstab meist aus herkömmlichen Stahl besteht, schleift du damit das Messer rein technisch gesehen nicht wirklich. Es bringt lediglich deine Klinge wieder in Richtung Ursprungsform zurück.

Mit einem Abziehstein geht das Messerschärfen schneller und besser als mit einem Wetzstab. (Bildquelle: 123rf.com / 80839803)

Da Wetzstäbe meistens aus einem sehr weichen Stahl bestehen, solltest du auch keine harten Klingen damit bearbeiten. Beim Schleifvorgang bekommst du automatisch das Gefühl, dass du dein Messer härter an dem Wetzstahl reiben musst  um so ein besseres Ergebnis zu erzielen.

Durch die stärkere Reibung zweier Stähle sorgst du allerdings nur dafür, dass dein Küchenmesser große Schäden davonträgt und unter Umständen sogar kleine Stücke der Schneidefläche abbrechen.

Wie du deinen Abziehstein in 6. Schritten abrichtest

Durch die Benutzung deines Abziehsteins beim Schärfen von Messern wird die Oberfläche des Steins ungleichmäßig abgenutzt. Am meisten Substanz wird in der Mitte der Schleiffläche abgetragen. Ein regelmäßiges Ausrichten deines Abziehstein begradigt ihn und gewährleistet dir beste Schleifergebnisse. Es gibt mehrere Abrichttechniken.

Wenn dein Abziehstein rasiermesserscharfe Klingen erzeugen soll, empfehlen wir dir ein Abrichten mit Nassschleifpapier. Je nach Körnunggrad deines Abziehsteins und dessen Bindungsstärke muss die Körnung des Schleifpapiers ausgewählt werden.

Harte Steine kannst du mit einer 1000er-Körnungen ausreichend abrichten. Weich gebundene Steine wie der japanische Wasserschleifstein solltest du mit 3000er- bis 5000er-Körnung abrichten. Die Einstiegskörnung sollte bei harten Varianten bei 80 und bei weichen Bindungen bei 200 liegen.

So richtest du deinen Schleifstein ab:

Vorab benötigst du Nassschleifpapier in drei Körnungsschritten 80, 400 & 1000 oder 200, 1000 & 3000, Wasser, einen Bleistift, eine Glasplatte und eine rutschfeste Unterlage. Dann kannst du in den folgenden Schritten vorgehen.

  1. Stein Markieren: Zeichne mit einem Bleistift ein Karomuster oder parallel verlaufende Diagonallinien auf die abzurichtende Oberfläche. Der Abstand der Linien sollte etwa zwei Zentimeter betragen.
  2. Stein wässern: Lege den Abziehstein auf die gleiche Weise in Wasser ein, wie du es sonst vor dem Wetzen machst. Wenn keine Luftbläschen mehr aufsteigen, ist er abziehbereit.
  3. Schleifplatte montieren: Schneide das Schmirgelpapier (80er- oder 200er-Körnung) so zurecht, dass du es über 2 Stirnkantenenden der Glasplatte knicken kannst. Durch leichtes Anfeuchten der Glasplatte saugt sich das Schmirgelpapier fest.
  4. Schleifen: Beginne mit kreisförmigen Bewegungen entweder die Glasplatte über den Abziehsten zu bewegen oder führe den Abziehstein über die Glasplatte.
  5. Schleifschritte: Wenn die Bleistiftlinien komplett verschwunden sind, zeichne ein neues Muster und steigere die Körnung. Drei Durchgänge reichen im Normalfall.
  6. Reinigen: Reinige den abgerichteten Stein durch gründliches Abspülen mit heißem Wasser vom Schleifschlamm.

Wie lassen sich Qualitätsunterschiede feststellen?

Als Produktmerkmal kannst du die Körnung der Abziehsteine heranziehen. Die Bindung der Körnung und damit der Steine gibt Aussage über die Haltbarkeit und Verwendbarkeit der Abziehsteine.

Bei einer weichen Bindung brechen Partikel schneller aus, wodurch sich der Stein schneller abnutzt. Gleichzeitig trägt die Oberfläche aber das zu entgratende Material viel besser ab.

Ist die Bindung hart, so nutzt sich der Stein kaum ab – die Arbeit dauert mitunter aber um einiges länger.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] https://www.hausjournal.net/abziehstein-koernung


[2] https://www.hausjournal.net/abziehstein-abrichten

Bildquelle: 123rf.com / 112248940

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