Willkommen bei unserem großen Gefriertruhe Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Gefriertruhen. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Gefriertruhe zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Gefriertruhe kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Gefriertruhe wird für die eine langzeitige Aufbewahrung empfindlicher Lebensmittel verwendet. Dabei werden die Lebensmittel auf eine voreingestellte Temperatur heruntergekühlt.
  • Je nach Größe des Stauraums eignet sich entweder eine Gefriertruhe oder ein Gefrierschrank besser für dich. Sogenannte No-Frost Geräte verhindern das Einfrieren deiner Lebensmittel.
  • Beim Kauf einer Gefriertruhe sollte nicht nur die Größe, sondern auch die Energieeffizienzklasse, die Klimaklasse und der Geräuschpegel berücksichtigt werden.

Gefriertruhe Test: Das Ranking

Platz 1: Bomann GT 257.1 Gefriertruhe

Platz 2: Beko HSA 24530 Gefriertruhe

Platz 3: Bauknecht GT 219 Gefriertruhe

Platz 4: Beko HSA 47520 Gefriertruhe

Platz 5: Bauknecht GTE 206 Gefriertruhe

Platz 6: Bauknecht GTE 220 Gefriertruhe

Platz 7: Bomann GT 357 Gefriertruhe

Platz 8: Whirlpool WHM39112 Gefriertruhe

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Gefriertruhe kaufst

Auf was muss ich beim Kauf einer Gefriertruhe achten?

Gerade bei Gefriertruhen ist unsere Wahl schon teilweise durch räumliche Bedingungen eingeschränkt. Optimal sind daher Filterfunktionen auf Vertreiberwebseiten.

Dort kannst du deine gewünschten Maße (Breite, Höhe, Tiefe, Nutzinhalt, Gewicht) eingeben und oftmals auch deine bevorzugte Marke, den Preisrahmen, die Energieeffizienzklasse und weitere Eigenschaften (z.B. Display, No Frost, Innenbeleuchtung, Isolierung…) auswählen.

Anschließend werden dir die für dich am besten geeigneten Geräte vorgeschlagen.

Gefriertruhen gibt es in verschiedensten Modellen. Die Breite kann dabei zwischen 30 cm und 180 cm variieren. Ebenfalls können die Geräte ein Gewicht von ca. 30kg bis über 60 kg erreichen.

Expertentipp
„Die Gefriertruhe ist unser bester Freund wenn es um Planung und Organisation geht. Oftmals bereiten wir Teigwaren schon vorher frisch zu und geben sie ungebacken in den Gefrierschrank. Damit sind sie jederzeit schnell und unkompliziert bereit zum aufbacken. Dabei sollte der Teig immer möglichst ausgetrocknet und einzelne Teigwaren durch Klarsichtfolie getrennt sein, damit diese nachher beim rausholen nicht aneinander kleben und die Form beschädigt wird.“
Hale Merve DemigülleExpertin für Küchenzubehör

In welcher Umgebung wird meine Kühltruhe stehen?

Dies ist in zwei Hinsichten relevant für dich: Einerseits ist die Umgebungstemperatur entscheidend für die Funktion des Gerätes, andererseits unterscheiden sich Geräte in ihrem Geräuschpegel. Die Klimaklasse eines Gefriergeräts gibt Auskunft darüber, in welchem Temperaturbereich ein Gefriergerät betrieben werden soll.

Kürzel Bezeichnung Umgebungstemperatur
SN Subnormal 10°-32° Celsius
N Normal 16°-32° Celsius
ST Subtropen 16°-38° Celsius
T Tropen 16°-43° Celsius

Für dich in deutschsprachigen Regionen sind daher vor allem die beiden Klassen SN und N relevant – soll die Gefriertruhe in einem unbeheizten Keller stehen, ist die Klimaklasse SN zu empfehlen. In Wohnbereichen ist die Klasse N ausreichend.

Auch ist je nach Ort, an dem deine Gefriertruhe stehen wird, der Geräuschpegel entscheidend. Dieser wird bei Geräten meist angegeben. In Küchen- bzw. Wohnräumen sollte ein Wert von 38dB nicht überschritten werden.

Welche Energieeffizienzklasse soll ich wählen?

Die Energieeffizienzklasse ist eine Bewertungsskala für den Energiebedarf europäischer Geräte. Ursprünglich wurden diese in Klassen von A (effizient) bis G (sehr ineffizient, d.h. hoher Energiebedarf) eingeteilt.

Inzwischen müssen Kühlgeräte im Handel mindestens die Bedingungen von A+ erfüllen. Angeboten werden somit Gefriergeräte von A+ bis A+++. Die Zuordnung erfolgt dabei mit Berücksichtigung des Nutzinhaltes und der Geräteklasse.

Die Geräte mit der Klasse A+++ verbrauchen somit am wenigsten Energie. Dadurch sind sie ökologischer und sparen Stromkosten. Die Zuordnung zu Energieeffizienzklassen erfolgt über den prozentualen Energieverbrauch eines fiktiven Referenzgerätes, bei Haushaltskühlgeräten wie folgt:

Energieeffizienzklasse Energieverbrauch
A+++ weniger als 22
A++ weniger als 33
A+ weniger als 44
A weniger als 55
B weniger als 75
C weniger als 95
D weniger als 110
E weniger als 125
F weniger als 150
G ≥150

Was kostet eine Gefriertruhe?

Die Kosten einer Gefriertruhe hängen stark von der Größe des Gerätes ab. Kleinere Kühltruhen sind ab ca. 200-300 Euro erhältlich; viele befinden sich im Rahmen von 400 bis 600 Euro, es gibt aber auch Geräte von bis zu 1’000 Euro.

Zusätzlich zu den Anschaffungskosten musst du auch die Stromkosten miteinberechnen. Dabei muss je nach Gerät beispielsweise mit jährlich ca. 30 Euro (bei einem Nutzinhalt von 200 Litern) oder 170 Euro (bei einem Nutzinhalt von 580 Litern) gerechnet werden. Dabei sind die Größe des Geräts sowie die Energieeffizienzklasse entscheidend.

Die Stufe A+++ verbraucht am wenigsten Energie und verursacht daher auch weniger hohe Stromkosten: Ein Gerät der Energieeffizienzklasse A würde ca. 60% mehr Energie verbrauchen. Wichtig dabei ist auch die Isolierung: Ist dein Gerät gut isoliert, muss weniger häufig nachgekühlt werden und somit verbraucht es weniger Strom. Daher lohnt es sich im Bezug auf die Stromkosten, in ein Gerät mit guter Isolierung zu investieren.

Wo kann ich eine Gefriertruhe kaufen?

Gefriertruhen sind in Haushalts- und Elektrofachmärkten erhältlich. Die Auswahl an Geräten verschiedener Hersteller ist jedoch online um einiges größer.

Wichtig dabei ist jedoch, dass du auf die Versandkosten achtest: Gefriertruhen werden meist der Kategorie „Sperrgut“ zugeordnet, was Preisaufschläge verursachen kann. Auch ist es ratsam, objektive Kundenbewertungen (z.B. auf Amazon) zu beachten.

Wie groß dein Gefrierfach sein muss, entscheidest du am besten anhand deiner Bedürfnisse – Familien und Singles, die wenig frisch kochen oder überschüssige Portionen einfrieren, brauchen oft mehr Platz.

Entscheidung: Welche Arten von Gefriertruhen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Die wichtigsten Faktoren bei der Wahl eines Gefriergeräts sind sicher die Platzfragen: Wie viel Raum steht dir zur Verfügung? Wie viel Nutzinhalt wirst du benötigen? Dabei kannst du dich zwischen einer Gefriertruhe und einem Gefrierschrank entscheiden – dies natürlich in verschiedensten Größen. Ebenfalls werden Gefriergeräte auch mit No-Frost System angeboten.

Ist eine Gefriertruhe oder ein Gefrierschrank besser für mich geeignet?

Der Zweck von Gefriertruhen und Gefrierschränken ist offensichtlich der Selbe – das Tiefkühlen von Lebensmittel. Die folgenden Punkte sollten dir bei deiner Entscheidung helfen:

Gefrierschränke sind ähnlich einem Kühlschrank und benötigen weniger Stellfläche als eine Gefriertruhe.

Wo will ich mein Gefriergerät aufstellen?

Der offensichtlichste Unterschied zwischen Kühltruhe und Gefrierschrank ist die Form: Gefriertruhen sind eher breit, Gefrierschränke hoch. Daher braucht eine Gefriertruhe meist mehr Platz als ein Gefrierschrank.

Ein Gefrierschrank nutzt die Raumhöhe besser, braucht weniger Fläche und fügt sich somit meist besser in das Bild einer Küche ein. Auch lassen sich Gefrierschränke oftmals einbauen.

Für eine Gefriertruhe hingegen steht in einer kleinen Küche vielleicht gar nicht genügend Platz zur Verfügung. Daher werden Kühltruhen häufig an anderen Orten (z.B. in Kellern) aufgestellt. Dadurch ist das Gefriergut nicht direkt in der Küche gelagert, was zu mehr Aufwand (Laufwege) führen kann.

Expertentipp
„Eine Gefriertruhe verbraucht ununterbrochen Strom, also sollte auf eine gute Energieeffizienzklasse geachtet werden. Daneben ist natürlich auch die Größe entscheidend, für einen normalen Privathaushalt sollte man von mindestens 50 Litern pro Person ausgehen.“
Fabian BöhmeKüchenchef

Wie viel Platz brauche ich in meinem Gefriergerät?

Tendenziell sind Kühltruhen größer als Gefrierschränke und bieten dadurch mehr Nutzfläche. Wie kann ich aber einschätzen, wie viel Liter Nutzinhalt ich brauchen werde?

Pro Person im Haushalt wird je nach Vorratshaltung von 40-80 Litern (niedrige bis mittlere Vorratshaltung) oder 130 Litern (große Vorratshaltung) ausgegangen. Für eine 4-köpfige Familie werden meist Geräte mit einem Volumen von mehr als 200 Litern empfohlen. Für eine Studentenbude könnte sich aber beispielsweise eine kleine Gefrierbox mit einem Volumen von nur 30 Litern eignen.

Wie wichtig ist mir, dass mein Gefriergerät strom- und kostensparend ist?

Durch die Bauweise verbraucht eine Gefriertruhe deutlich weniger Energie als ein Gefrierschrank. Da sich der Deckel oben befindet, kalte Luft aber schwerer ist als warme, entweicht beim Öffnen nur wenig kalte Luft. Wenn du dagegen einen Gefrierschrank öffnest, strömt mehr kalte Luft aus. Daher muss beim Gefrierschrank mehr Luft gekühlt werden, was viel Energie verbraucht.

Ausserdem sind Gefriertruhen (auch durch ihre Größe) meistens besser isoliert. Daher braucht das Gerät auch im geschlossenen Zustand weniger Energie für die Kühlung. Zudem schließt der Deckel auch besser als die Türe eines Gefrierschrankes, weshalb Kühltruhen weniger schnell vereisen.

Auch beim Vergleich von Geräten mit gleichem Nutzinhalt und gleicher Energieeffizienzklasse schneiden Gefriertruhen deutlich besser ab als Gefrierschränke hinsichtlich des Stromverbrauchs – und somit auch im Bezug auf die Stromkosten. Dadurch können bis zu 20% der Stromkosten gespart werden, wenn eine Gefriertruhe anstelle eines Gefrierschrankes verwendet wird.

Achtung: Obwohl Gefriertruhen tendenziell stromsparender sind, ist der Energieverbauch von der Größe des Gefriergeräts abhängig. Eine Gefriertruhe ist also nur wirklich sparsamer, wenn der Platz auch gebraucht wird. Ansonsten ist ein kleinerer, aber ausgelasteter Gefrierschrank die bessere Lösung für dich.

Gefriertruhe

Vorteile

  • Größere Nutzfläche
  • Sparen Energie und Kosten
  • Vereisen weniger schnell
  • Ideal für Grossfamilien oder Gastronomiebetriebe

Nachteile

  • Benötigen viel Platz
  • Optisch: Oftmals weisse Standardgeräte
  • Laufwege, da häufig nicht direkt in der Küche aufgestellt

Gefriertruhen unterscheiden sich vor allem in der Ausstattung, wie optische Warnanzeige, Temperaturalarm oder Innenraumbeleuchtung.

Gefrierschrank

Vorteile

  • Benötigen wenig Platz
  • Passen in das Bild der Küche
  • Oftmals integrierbar (Einbaugefrierschränke)
  • Gefriergut direkt in der Küche gelagert

Nachteile

  • Höherer Energieverbrauch
  • Höhere Stromkosten

Wie funktioniert ein No-Frost System und welche Vor- und Nachteile ergeben sich daraus?

Bei No-Frost Geräten wird mit Hilfe einer Umluftkühlung kalte, trockene Luft gleichmäßig im Inneren des Gerätes verteilt. Dadurch wird der Energieverbrauch auf einem konstanten Level gehalten und es kann sich kein Eis bilden, weshalb du dein Gerät nicht abtauen musst.

Obwohl das jährliche Abtauen wegfällt, sind Geräte mit No-Frost-Technik meist teurer und haben einen leicht höheren Stromverbrauch. Dieser relativiert sich aber wieder, wenn man die Energieverschwendung durch Eisbildung sowie durch Abtauvorgänge bei Geräten ohne No-Frost-Technik miteinbezieht.

Man kann fast alles einfrieren. Bei vielen rohen Sachen gilt allerdings: wenn sie einmal aufgetaut wurde, dann sollte man sie nicht wieder einfrieren.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Gefriertruhen vergleichen und bewerten

Um dir bei deiner Entscheidung zu helfen, haben wir eine Liste von für dich relevanten Kriterien erstellt.

  • Höhe, Breite, Tiefe
  • Nutzinhalt
  • Gewicht
  • Energieeffizienzklasse
  • Energieverbrauch
  • Lagerzeit bei Störung
  • Klimaklasse
  • Gefrierklasse
  • Geräuschpegel
  • No-Frost System
  • Temperaturalarm
  • Farbe
  • Rollen
  • Schiebedeckel
  • Körbe
  • Schnellgefrierfunktion

Im Folgenden werden wir auf die Kriterien stärker eingehen und dir erklären, wieso diese für dich relevant sein könnten.

Höhe, Breite, Tiefe

Die Maße sind stark davon abhängig, wie deine individuellen räumlichen Gegebenheiten aussehen: Wie viel Platz steht dir zur Verfügung, wie viel brauchst du? Diese Information ist entscheidend für dich und wird deine weitere Wahl schon um eines einschränken.

Nutzinhalt

Der Nutzinhalt wird in Litern angegeben und gibt dir Auskunft darüber, wie viel Platz dir zur Verfügung stehen wird in deiner Gefriertruhe. Als Tipp: für eine niedrige bis mittlere Vorratshaltung wird ein Nutzinhalt von 40-80 Litern pro Person im Haushalt empfohlen – bei einer grossen Vorratshaltung wird von ca. 130 Litern pro Person ausgegangen.

Dementsprechend wird beispielsweise für eine vierköpfige Familie eine Tiefkühltruhe von mindestens 200 Litern Nutzinhalt empfohlen. Für etwas Tiefkühlkost und Speiseeis könnte dir aber natürlich auch eine Mini-Tiefkühltruhe genügen.

Dabei zu beachten ist auch, dass größere Geräte mehr Energie verbrauchen – dementsprechend raten wird davon ab, dass du ein überflüssig großes Gerät kaufst, dessen Volumen du nur halb nutzt. Dadurch würdest du nur Energie verschwenden, was du auch auf deiner Stromrechnung bemerken würdest.

Gewicht

Das Nettogewicht einer Gefriertruhe beträgt je nach Größe zwischen 20 kg und 60 kg. Dies klingt nach nicht besonders viel Gewicht, kann sich aber gerade bei größeren Geräten mit viel Inhalt schnell aufsummieren. Dies könnte bei empfindlichen bzw. nicht belastbaren Bodenbelägen zu Abdrücken führen.

Energieeffizienzklasse

Die Energieeffizienzklasse ist in zweierlei Hinsicht relevant für dich: Einerseits ökologisch, andererseits finanziell. Die Energieeffizienzklasse gibt Auskunft über den Energieverbrauch eines Gerätes, dies im Vergleich mit einem fiktiven Referenzgerät. Ebenfalls werden die Geräteklasse sowie der Nutzinhalt berücksichtigt.

Ursprünglich fand die Einteilung in Klassen von G (verbraucht viel Energie) bis A (verbraucht weniger Energie) statt. Inzwischen werden Gefriergeräte nur noch in den Klassen A+ bis A+++ verkauft, wobei wiederum A+++ die sparsamste Variante darstellt.

Demensprechend würden wir dir die Klasse A+++ empfehlen. Dies ist nicht nur die umweltfreundlichste Version, sondern kann dir auch einige Stromkosten ersparen: Ein Gerät der Klasse A würde ca. 60% mehr Energie verbrauchen als ein Gerät der Klasse A+++. Eine Gefriertruhe mit hoher Energieeffizienzklasse wird sich daher über die Jahre hinweg für dich lohnen.

Mit deutlicher Energieersparnis von 50-60 % im Vergleich zu einem Gefriergerät der Klasse A+ verbrauchen Sie beim Kühlen Ihrer Lebensmittel künftig weniger Strom und tragen so einen wichtigen Teil zum Schutz unserer Umwelt bei.

Energieverbrauch

Der Energieverbrauch hängt stark mit der Energieeffizienzklasse zusammen. Weitere Faktoren wie beispielsweise das Alter, die Größe oder die Isolierung des Gerätes haben Einfluss auf den Energieverbrauch.

Grundsätzlich ist für dich ein möglichst kleiner Energieverbrauch wünschenswert, da dies zu kleineren Ausgaben für die Stromkosten führt. Ebenfalls ist dies umweltfreundlicher.

Lagerzeit bei Störung

Die Lagerzeit bei Störung wird in Stunden gemessen und gibt Auskunft darüber, wie lange das Gefriergut bei Störungen wie beispielsweise Stromausfall genießbar bleibt – dies bei geschlossenen Türen.

Diese Information ist offensichtlich wichtig für dich im Falle eines Ausfalls, ist aber auch aus einem weiteren Grund sehr relevant für dich: Diese Lagerzeit hängt stark von der Isolierung des Gerätes ab. Je besser ein Gerät isoliert ist, desto langsamer wärmt sich die Luft im Inneren auf und desto langsamer taut dein Gefriergut auf.

Eine gute Isolierung trägt auch bei normaler Betriebsfunktion dazu bei, dass die Luft weniger schnell abkühlt und senkt dadurch den Energieverbrauch. Daher: Eine lange Lagerzeit bei Störung ist wünschenswert, dies einerseits wegen des Gefrierguts, andererseits wegen des Energieverbrauchs (und somit auch den Stromkosten).

Bei Störung ist die Lagerzeit von Gerät zu Gerät unterschiedlich. Aber bei meist jedem Gerät liegt die Zeit bei mindestens 10 Stunden, was bedeutet, dass deine Lebensmittel auch bei Stromausfall weiter kühlen.

Klimaklasse

Die Klimaklasse sagt dir, für welche Umgebung die Gefriertruhe geeignet ist. Die Klasse SN steht für „subnormal“ und ist für eine Umgebungstemperatur von +10°C bis +32°C geeignet – beispielsweise für unbeheizte Kellerräumen, aber auch für Wohnräume. Die Klasse N steht für „normal“ und wurde für eine Temperatur zwicshen +16°C und °32°C, beispielsweise für Küchen- und Wohnräume geeignet.

Die weiteren Klassen ST (Subtropen) und T (Tropen) können in Temperaturen von bis zu +38°C bzw. +43°C eingesetzt werden – dies ist aber im deutschsprachigen Raum weniger relevant.

Besitzen Sie also solch ein Gerät, das für den Bereich SN-T ausgelegt ist , sollten Sie es nicht bei Umgebungstemperaturen niedriger als +10°C betreiben. Der Grund: Das Fließverhalten (Viskosität) des Öls im Kompressor nimmt ab. Es kann zähflüssig werden, wodurch die optimale „Schmierung“ nicht mehr gewährleistet ist und der Kompressor Schaden nehmen könnte.

Gefrierklasse

Die Sterne bei Kühlgeräten (0-4) geben Auskunft darüber, inwieweit das Gerät für das Einfrieren von Lebensmitteln geeignet ist. Gefriertruhen werden meist in der Gefrierklasse **** angeboten – d.h. zur Langzeitlagerung von gefrorenen Lebensmitteln.

Ausserdem sollte dieses Klasse das Zufügen von weiteren Lebensmitteln erlauben, ohne dass bereits gelagertes Gefriergut auftaut. Dies wird bei einer Gefrierklasse mit drei Sternen nicht gewährleistet.

Eine Klasse mit zwei Sternen eignet sich zur kurzzeitigen Lagerung (ca. 2 Wochen), die Klasse mit einem Stern für ca. 1 Woche und die Geräte ohne Klasse eigenen sich nicht für die Lagerung von gefrorenen Lebensmitteln (sondern oftmals nur für Eiswürfel).

Geräuschpegel

Der Geräuschpegel eines Gefriergeräts ist relevant für dich, falls dein Gerät in Wohnräumen stehen wird. Dort wird bei Geräten grundsätzlich empfohlen, dass ein Wert von 38 dB nicht überschritten wird – Gefriertruhen haben aber meist einen leicht höheren Wert.

Damit du das Ganze etwas besser einschätzen kannst: Ein Wert von 30 dB entspricht etwa leisem Flüstern, 40 dB der gedämpften Sprache und 50 dB einem leisen Radio. Ab 70 dB werden Geräusche als auf Dauer stark belastend empfunden – einen solchen Wert solltest du aber bei Gefriertruhen nicht antreffen.

No-Frost System

Bei einem Gerät mit No-Frost System (auch Abtauautomatik) musst du deine Gefriertruhe nicht manuell abtauen. Eine spezielle Umlufttechnik verhindert dabei, dass sich Eis im Gerät bildet.

Dies verbraucht einerseits etwas mehr Energie, erspart dir aber das (nicht allzu beliebte) Abtauen. Ausserdem verbrauchen vereiste Geräte schnell mehr Energie als nicht vereiste. Dieses Problem hast du bei No-Frost Geräten nicht, weshalb der grundsätzlich etwas höhere Energieverbrauch relativiert wird.

Daher: Ein No-Frost System ist durchaus bequem und praktisch, aber kostet auch mehr – dies bei der Anschaffung und (im Vergleich zu enteisten Geräten) auch beim Unterhalt. Somit würden wir dies als kleinen Luxus bezeichnen – schön zu haben, aber keineswegs notwendig.

Temperaturalarm

Der Temperaturalarm informiert dich darüber, wenn die Temperatur deines Gerätes nicht mehr optimal ist – dies beispielsweise bei nicht richtig geschlossener Türe. Dies kann durchaus nützlich sein und dich vor größerem Aufwand bewahren: Das Gefriergut würden bei zu geringer Temperatur auftauen – die Lebensmittel wären nicht mehr genießbar und sehr wahrscheinlich müsstest du die Gefriertruhe abtauen und reinigen.

Meistens warnt dich der Temperaturalarm davor in Form von Tönen (Piepsen oder ähnlichem), es gibt aber auch Geräte mit Warnlämpchen.

Rollen

Einige Geräte werden mit Rollen zur Selbstmontage geliefert – dies kann durchaus praktisch sein, wenn du deine Gefriertruhe oft verschieben oder sogar transportieren oder industriell gebrauchen willst.

Schiebedeckel

Gefriertruhen werden meist mit Klappdeckel angeboten. Es gibt jedoch auch Geräte, welche über einen (meist gläsernen) Schiebedeckel verfügen. Diese werden oftmals im Verkauf gebraucht. Da nur ein Teil des Deckels aufgeschoben wird, entweicht weniger kalte Luft, was bei häufigem Öffnen den Energieverbrauch reduzieren kann.

Körbe

Viele Gefriertruhen werden bereits mit Körben geliefert – diese sind gerade bei grösseren Geräten empfehlenswert, um den Überblick zu bewahren. Falls keine oder nicht genügend Körbe geliefert werden, können diese aber auch oftmals zusätzlich gekauft werden.

Schnellgefrierfunktion

Viele Tiefkühltruhen verfügen über eine Schnellgefrierfunktion, oftmals auch als Superfrost bezeichnet. Diese Einstellung ermöglicht das schnelle Einfrieren größerer Mengen von Lebensmitteln. Die Kühltruhe kühlt dabei schneller und stärker ab als normalerweise (d.h. unter die üblichen -18°C).

Dies erhöht den Stromverbrauch, da der Kompresser stärker beansprucht wird. Daher wird diese Funktion bei den meisten Geräten nach spätestens 72 Stunden automatisch wieder abgestellt.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Gefriertruhe

Auf was muss ich beim Transport einer Gefriertruhe achten?

Kühlgeräte sollten wenn möglich stehend transportiert werden. Wird eine Gefriertruhe liegend transportiert, gelangt das Schmiermittel (Öl) des Motors in den Kühlkreislauf. Dieses muss sich nach dem Transport wieder setzten und in den Kompressor zurücklaufen, bevor das Gerät benutzt werden kann.

Je nach Alter des Geräts, dem Gerätetyp und der Transportart wird eine Wartezeit von 3 bis 24 Stunden empfohlen, ehe es eingeschalten werden sollte, da sonst erheblicher Schaden entstehen kann. Bei neueren Geräten wurde die Technik verbessert, sodass sich die ursprüngliche Wartezeit von 24 Stunden auf 2 bis 12 Stunden reduzierte. Genaue Angaben zur Wartezeit sind der jeweiligen Bedienungsanleitung zu entnehmen.

Wie kalt soll ich meine Gefriertruhe einstellen?

Damit Lebensmittel ausreichend gekühlt werden, sollte eine Gefriertruhe auf -18°C eingestellt werden. Eine zu hohe Temperatur kann die Haltbarkeit von Lebensmitteln senken. Wird die Gefriertruhe zu kalt eingestellt, wird hingegen unnötig viel Energie verbraucht.

Die meisten Kühltruhen verfügen über eine Temperaturanzeige. Ist dies bei deinem Gerät nicht der Fall, kannst du die Temperatur mit einem Thermometer nachmessen und die entsprechende Kühlstufe (-18°C) einstellen.

Warum muss ich meine Gefriertruhe abtauen?

Abtauen sollte man eine Gefriertruhe hauptsächlich, weil sonst Energie verschwendet wird. Wenn du eine Gefriertruhe mit „No-Frost“-System hast, musst du diese nicht manuell abtauen, da durch eine spezielle Umlufttechnik die Eisbildung verhindert wird.

Bei anderen Geräten bildet sich aber mit der Zeit eine Eisschicht: Wenn die Türe geöffnet wird, gelangt warme Luft mit Wasserdampf in das Innere. Dieser Dampf kondensiert und bildet nach und nach eine Eisschicht.

Diese Eisschicht ist isolierend, d.h. die Kühlleistung wird dadurch verringert. Deshalb muss nun mehr Strom aufgewendet werden, um die optimale Temperatur beizubehalten. Es wird davon ausgegangen, dass bei einer Eisschicht von einem Zentimeter der Energieverbrauch um 50% ansteigt.

Daher solltest du deine Gefriertruhe regelmäßig enteisen. Oftmals wird ein Abstand von einem Jahr empfohlen; viele tauen ein Gerät aber erst ab, wenn sich eine sichtbare Eisschicht gebildet hat. Natürlich unterscheiden sich verschiedene Gerätearten auch in dieser Hinsicht: Die Länge dieses Zeitraumes hängt beispielsweise von der Kühllesitung, der Größe der Gefriertruhe sowie dem Inhalt ab.

Wie taue ich meine Kühltruhe ab?

Beim Abtauen sollten die gefrorenen Lebensmittel nicht auftauen. Daher sollte der Inhalt der Gefriertruhe möglichst gut gekühlt werden und der Prozess so schnell wie möglich ablaufen.

Es gibt verschiedene Methoden, um eine Gefriertruhe abzutauen. Du kannst die gefrorenen Lebensmittel beispielweise in Zeitungspapier wickeln und in eine Kühltasche oder einen möglichst kühlen Raum stellen. Ein kalter Wintertag (ab ca. -10°C) wäre optimal, da du die Lebensmittel auf den Balkon stellen könntest, wo sie nicht auftauen.

Da die gefrorenen Lebensmittel nicht auftauen sollten, wird der Abtau-Prozess beschleunigt: Am Besten schaltest du das Gerät aus, lässt die Türe offen stehen und stellst eine Schüssel mit warmem Wasser in die Kühltruhe.

Nach kurzer Zeit löst sich die Eisschicht von den Wänden. Das Schmelzwasser solltest du mit Handtüchern auffangen und den Gefrierschrank reinigen und gut trocknen. Das Gefriergut solltest du erst wieder in die Gefriertruhe räumen, wenn diese schon wieder eine Weile eingeschalten ist und der Innenraum abgekühlt ist.

Wie organisiere ich meine Gefriertruhe?

Um in deiner Gefriertruhe den Überblick zu bewahren, solltest du ein paar Dinge beachten:

  • Beschriftung: schreibe auf jedes Lebensmittel den Inhalt (der Dose oder des Gefrierbeutels) sowie das Datum (Kauf- und/oder Ablaufdatum).
  • Körbe: Für größere Gefriertruhen eigenen sich Körbe: je nach Größe kannst du diese dabei auch aufeinanderstapeln. Dabei kannst du die Lebensmittel sortieren und somit den Überblick behalten: d.h. beispielsweise ein Korb für Gemüse, einer für Fleisch etc.
  • Aufteilung: Eine weitere Möglichkeit ist die Einteilung der Gefriertruhe in verschiedene Zonen. Beispielsweise könntest du auf der linken Seite eher Süßes lagern (z.B. Speiseeis, Kuchen, Früchte) und auf der rechten Seite Salziges (z.B. Fleisch/Fisch, Gemüse).
  • Entrümpeln: Kontrolliere hin und wieder die Lebensmittel in deiner Gefriertruhe: Wie lange hast du sie bereits eingefroren? Entsorge dann jegliche Nahrungsmittel, die nicht mehr genießbar sind. Dies könntest du beispielsweise beim alljährlichen Abtauen der Kühltruhe machen, da du dort sowieso alle Lebensmittel ausräumen musst.

Du kannst all diese Punkte kombinieren oder für dich selbst ausprobieren, was für dich am besten funktioniert.

Wer hat die Gefriertruhe erfunden?

Der bayrische Ingenieur Carl von Linde entwickelte 1876 ein technisch-chemisches Verfahren, mit dem Kühlgeräte mit Hilfe von Ammoniak gekühlt werden können. Dieses nach ihm benannte Linde-Verfahren ermöglichte die ganzjährige Verwendung von Kühlgeräten und eröffnete somit die Möglichkeit des industriellen Gebrauchs. Damit trug Carl von Linde maßgeblich zur Entwicklung von Kühlgeräten bei.

Was bedeuten die Sterne bei Kühlgeräten?

Diese Sterne bezeichnen die Gefrierklasse, geben Auskunft darüber, ob und inwieweit das Gerät für das Einfrieren von Lebensmitteln geeignet ist und sind von der Temperatur abhängig:

Kennzeichnung Temperatur Nutzungs- und Leistungsvorgabe
unter 0° Celsius Nicht geeignet zur Lagerung von gefrorenen Lebensmitteln (Hautsächlich für Eiswürfel)
* ≤ – 6° Celsius Geeignet zur kurzzeitigen Lagerung von gefrorenen Lebensmitteln (ca. 1 Woche)
** ≤ – 12° Celsius Geeignet zur Lagerung von gefrorenen Lebensmitteln bis ca. 2 Wochen
*** ≤ – 18° Celsius Geeignet zur Langzeitlagerung von gefrorenen Lebensmitteln
**** ≤ – 18° Celsius Geeignet zur Langzeitlagerung von gefrorenen Lebensmitteln, geeignet zum Einfrieren, ohne dass bereits eingelagertes Gefriergut auftaut

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] Jürgensen und Tiedemann: Propan in hermetischen Kältegeräten und Wärmepumpen In: KI Luft- und Kältetechnik 3/2003


[2]http://universal_lexikon.deacademic.com/263173/K%C3%BChlschrank_und_Gefrierschrank%3A_Die_Funktionsverfahren


[3] https://www.bewusst-haushalten.at/fakten/kuhlen-gefrieren/was-konnen-kuhl-und-gerfriergerate-leisten/


[4] https://www.gefriertruhen.org/die-zehn-besten-tipps-ihre-gefriertruhe-zu-reinigen/

Bildquelle: Ioganban / 123RF.com

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