Willkommen bei unserem großen Slow Juicer Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Slow Juicer. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Slow Juicer zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, zeigen wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Slow Juicer kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der große Vorteil von Slow Juicern gegenüber anderen Entsaftern liegt in der schonenden Herstellung von Obst-, Gemüse- und Multivitaminsäften. Aufgrund der langsamen Pressung bleiben alle Vitamine und Nährstoffe enthalten.
  • Grundsätzlich unterscheidet man zwischen vertikalen und horizontalen Slow Juicern, wobei beide Arten in verschiedenen Preis- und Qualitätsklassen erhältlich sind.
  • Vertikale Slow Juicer erzielen den größeren Safterlös in kürzerer Zeit. Hingegen sind horizontale Kaltentsafter vielseitig einsetzbar und erzielen ein feineres Saftergebnis.

Slow Juicer Test: Das Ranking

Platz 1: Aobosi Slow Juicer

Bei diesem Modell von Aobosi handelt es sich um einen horizontalen Slow Juicer im mittleren Preissegment. Laut Hersteller wurde eine hochwertige Pressschnecke aus Edelstahl verbaut. Der Einfüllschacht sowie die Behälter sind aus BPA-freien Plastik.

Die Kunden schätzen vor allem das Preis-Leistungs-Niveau dieses Entsafters. Im Lieferumfang ist auch eine spezielle Reinigungsbürste enthalten, mit der das Sieb sauber gehalten werden kann. Neben dem Preis heben die Kunden noch die leichte Handhabung sowie die Saftqualität hervor.

Platz 2: SEVERIN ES 3571 Slow Juicer

Bei diesem Slow Juicer handelt es sich um ein vertikales Modell der Firma Severin. Die Verkleidungen, die Auffangbehälter sowie der Einfüllschacht bestehen aus Plastik, die Pressschnecke aus Edelstahl. Das Gerät wiegt knappe 4kg und hat ein Fassungsvermögen von 1.5l.

Dieser Slow Juicer wird zusammen mit einem extra Behälter sowie einer speziellen Reinigungsbürste geliefert. Trotz des Zubehörs liegt der Entsafter im mittleren Preissegment. Kein Wunder also, dass die Kunden neben den einfachen Aufbau und den breiten Einfüllschacht auch das Preis-Leistungs-Verhältnis loben.

Platz 3: Bio Chef Axis Slow Juicer

Der Bio Chef ist ein äußerst hochwertiger Slow Juicer. Dieser horizontale Kaltentsafter besteht ausschließlich aus Edelstahl. Kein Wunder das er fast 8,5kg auf die Waage bringt. Der Hersteller bietet 20 Jahre Garantie auf dem Motor sowie 10 Jahre auf die Ersatzteile.

Im Liegerumfang dieses sich im oberen Mittelfeld des Preissegments befindlichen Slow Juicers sind neben zwei separaten Behältern, einem Sieb aus Titan sowie einer Reinigungsbürste auch noch sechs Pasta Aufsätze inkludiert.  Somit kann dieses Gerät auch als Küchenmaschine genutzt werden.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Slow Juicer kaufst

Was ist ein Slow Juicer?

Als Slow Juicer werden elektronische Saftpressen bezeichnet, die den Saft mittels einer sehr schonenden Pressung aus den Obst und Gemüse gewinnen. Der frische Saft enthält durch die schonende Erzeugung mehr Vitamine und wird dadurch geschmacks- und gehaltsvoller.

Was darf bei einem Frühstück nicht fehlen? Genau, ein frisch gepresster Orangensaft. (Bildquelle: unsplash.com / Louis Hansel)

Das Prinzip des Slow Juicers kommt aus der Wissenschaft. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Menschen bei einer Kaugeschwindigkeit von dreißig bis vierzig Bewegungen pro Minute die Nahrungsmittel am besten aufnehmen und verstoffwechseln können.

Dieses Prinzip der langsamen Nahrungsaufnahme wurde mechanisch auf den Slow Juicer übertragen.

Wie funktioniert ein Slow Juicer?

Die langsame Rotation bzw. Geschwindigkeit der Pressschnecken unterscheidet den Slow Juicer von ähnlichen Geräten. Die geringen Umdrehungszahlen verhindern das Entstehen von zu viel Wärme und somit auch von Oxidation, was die Erhaltung der Vitamine als Folge hat.

Eine Kaltsaftpresse gewinnt den Saft mechanisch. Das Pressgut, meist Obst, Gemüse oder Kräuter, wird durch eine kraftvolle Walze zerquetscht um aus dem gewonnen Brei anschließend den Saft zu generieren. Dabei gibt es natürlich einige Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen.

Manche Geräte setzten auf ein rotierendes Schneidewerk, andere auf Pressschnecken und wiederum andere Slow Juicer auf gegeneinander liegende Presswalzen. Die Funktionsweise bleibt an sich aber immer dieselbe.

Wo ist der Unterschied zwischen einem Slow Juicer und einem herkömmlichen Entsafter?

Der große Unterschied ist bereits in Namen der beiden Produkte zu lesen. Herkömmliche Entsafter, sogenannte Zentrifugen-Entsafter, können eine Leistung von über 14.000 Umdrehungen pro Minute erreichen. Gemüse und Obst wird dadurch sehr schnell und effizient verarbeitet.

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Der Slow Juicer hingegen kann nur auf eine Leistungsstärke von bis zu 200 Umdrehungen pro Minute bauen. Das ist allerdings gewollt. Gute Geräte mit einem Presswalzensystem haben oft sogar nur 40-80 Umdrehungen pro Minute.

Durch die langsame Saftgewinnung ist der Vorgang um einiges leiser. Natürlich dauert der Prozess zwar etwas länger, es kann aber auch mehr Saft aus dem Pressgut gewonnen werden. Das Ergebnis ist ein perfekter Saft, der dank der fehlenden Hitzeentwicklung keiner Oxidation ausgesetzt wurde und somit auch länger haltbar und gehaltvoller ist.

Für wen erweist sich ein Slow Juicer als sinnvoll und welche Vorteile und Nachteile bringt der Kauf mit sich?

Ganz kurz zusammengefasst: Wenn du hohen Wert auf die Qualität deiner Säfte legst und dich selbst als „Saft-Junkie“ bezeichnen würdest, solltest du dir einen Slow Juicer kaufen. Mit diesem Gerät kannst du nicht nur die Qualität sowie den Geschmack deiner Säfte optimieren, du kannst darüber hinaus auch exakt bestimmen, welche Nährstoffe deine Säfte beinhalten sollen.

Sein breites Anwendungsfeld macht die Kaltentsafter aber nicht nur für Saft-Junkies interessant. Auch Menschen die hohen Wert auf eine gesunde Ernährung legen, wie zum Beispiel Sportler oder auch Allergiker, sind mit dem Gerät gut beraten.  Eis und Pasta kannst du damit ebenfalls herstellen.

 

Gesundheit ist aber nicht der einzige Vorteil eines Slow Juicers. Geschmack ist immer noch der entscheidende Faktor. Durch das langsame Pressen wird fast die gesamte Flüssigkeit aus dem Lebensmittel gepresst. Dadurch entsteht ein Saft mit vollkommenen Geschmack.

Der Pressvorgang dauert natürlich um einiges länger als bei einer Zentrifugalpresse. Der Slow Juicer sollte nach einer durchgehenden Laufzeit von einer halben Stunde abgeschaltet werden, da es sonst zur Entstehung von Wärme kommt.

Vorteile
  • Perfekte Saftqualität und optimale Saftausbeute
  • Mineralien und Vitamine bleiben erhalten
  • Pressvorgang ist leise
  • Breiter Anwendungsradius. Kein Problem mit schwer zu verarbeitenden Lebensmitteln wie Weizengras oder Nüssen
Nachteile
  • Anschaffungskosten
  • Lange Vorbereitungszeiten möglich
  • Kleine Einfüllschächte
  • Platzräuber in deiner Küche

Was kannst du mit einem Slow Juicer verarbeiten?

Die kräftigen Presswalzen von hochwertigen Slow Juicern ermöglichen eine Pressung von so gut wie allen Lebensmitteln. Neben Obst und Gemüse ist es für eine gute Kaltsaftpresse kein Problem, fasriges Blattgemüse und Kräuter oder härtete Lebensmittel wie Nüsse zu verarbeiten.

Ein frischer Orangensaft ist unübertrefflich lecker und auch gesund. Verwöhne deine Familie doch beim nächsten Sonntagsfrühstück damit. (Bildquelle: unsplash.com /Wouter Meijering)

Mit einem Slow Juicer holst du unter anderem das Maximum ausfolgenden Lebensmitteln heraus:

  • Obst
  • Gemüse
  • Nüsse
  • Zitronengras
  • Weizengras und andere Gräser
  • Kräuter wie Basilikum, Petersilie, Rosmarin oder Minze
  • u.v.m.

Außerdem lassen sich mit einem Slow Juicer nicht nur Säfte pressen. Wenn du dir einen Slow Juicer mit Pürier-Funktion kaufst, ermöglicht dir das „Homogenisieren“ der Zutaten eine Vielzahl an weiteren Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Zubereitung von:

  • Babynahrung
  • Nussbutter
  • Sorbets und Eiscreme
  • Pasta

Im folgenden Video siehst du drei einfache Saftrezepte zum Nachmachen.

Was kostet ein Slow Juicer?

Ein Blick durch die gängigen Seiten der Online-Händler beantwortet diese Frage nicht. Slow Juicer sind auf alle Fälle teurer als ihre mechanische Verwandte, die Handpresse. Das liegt an den verbauten Materialien sowie der Elektronik.

Wie bei allen Produkten gibt es auch bei Kaltsaftpressen große Preis- und Qualitätsunterschiede. Günstige Einsteigermodelle bekommst du bereits unter 50€. Das mittlere Preissegment liegt zwischen 50€ und 150 €.

Wenn du an einem besonders hochwertigen Modell mit herausragend verarbeitenden Materialien interessiert bist, musst du mit einer Investition von 150€ bis 600€ rechnen. Diese Geräte werden dich allerdings lange begleiten und sind auch für den professionellen Einsatz geeignet.

Wo kannst du einen Slow Juicer kaufen?

Slow Juicer kannst du sowohl in Supermärkten, beim lokalen Fachhändler, in großen Warenhäusern als auch beim örtlichen Elektro- Fachhändler erwerben. Große Online-Shops bieten Slow Juicer in den unterschiedlichsten Preis- und Qualitätsklassen an.

In den folgenden Online-Shops findest du eine große Auswahl an Entsaftern:

  • Amazon.de
  • eBay.de
  • Saturn.de
  • Mediamarkt.de
  • Expondo.de

Welche Alternativen zum Slow Juicer gibt es sonst noch?

Natürlich gibt es nicht nur Slow Juicer, um Säfte herzustellen. Wir haben dir in diesem Kapitel einige Alternativen samt Stärken und Schwächen aufgezählt. Anschließend folgt ein kurze Überblickstabelle.

Handpresse

Natürlich könnte man auch die gute alte Saftpresse für die Erzeugung von frischen Fruchtsäften verwenden. Sie ist auf alle Fälle die günstigste Variante der genannten Alternativen. Dem Problem mit den abgetöteten Vitaminen umgeht man mit einer Handpresse ebenfalls.

Wenn du allerdings schon einmal einen Liter frischen Orangensaft mit Hilfe einer Handpresse gepresst hast, kennst du die Nachteile: wenig Safterlös und enormer Kraftaufwand.

Hochleistungsmixer und Blender

Hochleistungsmixer sind wahre Allrounder. Mit Ihnen lassen sich nicht nur Smoothies und Suppen zubereiten, sondern auch Eis oder verschiedenste Pesto-Variationen.

Wenn es aber zum Thema „Safterzeugung“ kommt, ist eine Standmixer nicht die beste Wahl. Die Lebensmittel werden zwar schnell zerkleinert, die enstehende Wärme der Klingen tötet allerdings einen Teil der wertvollen Vitamine ab.

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Das zerkleinerte Pressgut muss schließlich noch ausgepresst werden, was die Arbeit sehr umständlich gestaltet. Wer sich allerdings auch für cremige Smoothies begeistern kann, ist mit einem Hochleistungsmixer gut beraten.

Zentrifugenentsafter

Zentrifugenentsafter arbeiten im Gegensatz zu einem Slow Juicer nicht mit einem Presssystem, sondern mit einer sich rotierenden Reibscheibe und einem Sieb. Die Reibscheibe zerkleinert zuerst das Obst mit einer hohen Geschwindigkeit, um es anschließend durch ein Sieb zu pressen.

Vorteile gegenüber dem Slow Juicer sind seine schnelle Safterzeugung sowie das leichtere Verarbeiten von härteren Obst und Gemüse. Durch die sich schnell rotierende Drehscheibe entsteht nicht nur Lärm, sondern auch Hitze, durch die wertvolle Vitamine verloren gehen können.

Dampfentsafter

Diese Geräte erzeugen Fruchtsaft mittels Dampf. Dazu werden die geschnittenen Obststücke mit Hilfe eines Siebes sowie dem Dampf zum Schwitzen gebracht und somit entsaftet. Durch einen Abflussschlauch gelangt der gewonnene Saft in einen eigenen Behälter.

Das zu verarbeitende Obst muss nicht entkernt werden und durch die einstehende Hitze wird der Saft länger haltbar. Allerdings kann mit einem Dampfentsafter nur Obst verarbeitet werden. Die entstehende Wärme tötet eine Großteil der Vitamine.

Alternative Vorteile Nachteile
Handpresse Günstig und platzsparend Kraftaufwand, Safterlös
Hochleistungsmixer / Blender Wahrer Küchenallrounder, Perfekt für die Herstellung von Smoothies Sehr umständlich bei der Herstellung von Säften, Platzräuber
Zentrifugenentsafter Schnelle und unkomplizierte Safterzeugung, Preis Tötet Vitamine und Nährstoffe, Safterlös, Probleme bei der Verarbeitung von Nüssen und fasrigen Gemüse
Dampfentsafter Preis, Obst muss nicht geschält und entkernt werden Vitamine und Nährstoffe gehen verloren, Nur Obst verarbeitbar

Entscheidung: Welche Arten von Slow Juicer gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn du dir einen Kaltentsafter kaufen möchtest, kannst du grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Arten wählen.

Diese wären:

    • Horizontal ausgerichtete Juicer und
    • Vertikal ausgerichtete Juicer

In den folgenden Teilen werden wir dir zeigen, wie sich ein horizontaler von einem vertikalen Slow Juicer unterscheidet und welche Vorteile und Nachteile die beiden Bauarten mit sich bringen. Diese Gegenüberstellung soll dir dabei helfen, den Richtigen Entsafter für dich zu finden.

Zur Einstimmung haben wir dir hier ein kurzes Überblicksvideo bereitgestellt.

Was ist ein horizontaler Slow Juicer und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Bei horizontalen Kaltentsaftern ist die Pressschnecke horizontal ausgerichtet. Daher brauchen diese auch etwas mehr Stellplatz als vertikale Slow Juicer. Durch die vertikale Ausrichtung der Pressschnecke entsteht eine größere Pressfläche, in der das Obst und Gemüse ausgepresst wird.

Der Unterschied besteht darin, dass das Pressgut direkt gepresst und nicht zuerst zerkleinert wird, wie das bei einem vertikalen Modell üblich ist. Durch die sofortige Pressung gelangt weniger Fruchtfleisch in den Saft. Die Folge ist ein feinerer Saft, der weniger sämig ist als der eines vertikalen Entsafters.

Vorteile
  • Langlebiger bei häufiger Nutzung
  • Feinere und reinere Saftqualität
  • Vielseitig einsetzbar
  • Günstiger
  • Verarbeitung von fasrigen Blattgemüse und Nüssen möglich
Nachteile
  • Pressvorgang dauert länger
  • Weniger Safterlös
  • Benötigt mehr Platz
  • Schmale Einfüllöffnung
  • Längere Vorebereitungszeiten

Wenn du einen langlebigen Allrounder suchst, empfehlen wir dir einen horizontalen Slow Juicer. Neben feinen Säften kannst du mit diesem Modell auch Babynahrung, köstliche Nussmilch oder leckeres Eis herstellen.

Wenn du dich für diese Art von Kaltentsaftern entscheidest, musst du etwas mehr Platz in deiner Küche und Zeit in der Safterzeugung einplanen. Aufgrund der kleineren Einfüllöffnung ist eine sorgfältigere Vorarbeit des Obst und Gemüse notwendig.

Was kennzeichnet einen vertikalen Slow Juicer und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Vertikale Slow Juicer arbeiten zusätzlich zur vertikal ausgerichteten Presswalze noch mit einem Klingensystem. Dieses Design macht vertikale Slow Juicer nicht nur einfacher in der Handhabung, sondern auch platzsparender.

Vertikale Slow Juicer sind vor allem für die Pressung von weichen Obst und Beeren geeignet, da sie das Maximum an Saft aus ihnen heraus holen, (Bildquelle: unsplash.com / Wesual Click)

Das vorbereitete Obst wird in den Einfüllschacht gegeben. Dort wird das Obst oder Gemüse zuerst durch die rotierenden Klingen zerkleinert und der daraus entstehende Brei anschließend gepresst und gesiebt.

Vertikale Kaltentsafter weisen meist eine größere Einfüllöffnung auf als horizontale Modelle. Die Zutaten für deinen Saft musst du daher nicht so sorgfältig vorbereiten. Die vertikale Pressschnecke erspart dir ebenfalls Zeit, da sie das Pressgut schneller verarbeitet und obendrein noch mehr Saft produziert.

Vorteile
  • Platzsparend
  • Größerer Safterlös
  • Kürzerer Pressvorgang
  • Wenig Schnibbelarbeit
Nachteile
  • Probleme bei der Verarbeitung von fasrigen Blattgemüsen und harten Obstsorten
  • Preis
  • Kürzere Lebensdauer
  • Dickflüssigeres Saftergebnis

Vertikale Slow Juicer sind im Durchschnitt teurer in der Anschaffung als ihre horizontalen Kollegen. Natürlich kommt es auch hier auf das Modell und den Hersteller an. Der hohe Preis rechtfertigt sich oft durch ein aufwendigeres Design.

Ein vertikales Modell holt mehr Saft aus deinem Obst und Gemüse heraus. Der Saft ist allerdings auch sämiger und dickflüssiger als bei horizontalen Slow Juicern. Durch die Siebung des Breis gelangt mehr Fruchtfleisch in den fertigen Saft.

Diese Art von Slow Juicern ist für die Verarbeitung von weichen Obst und Beeren perfekt geeignet. Mit Weizengras oder ähnlich schwer zu verarbeitenden Produkten wie Zitronengras, Kräutern oder Nüssen wird er anhand der Klingen aber so seine Probleme bekommen. Die geringe Leistung wird ihm dabei zum Verhängnis.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Slow Juicer vergleichen und bewerten

Im folgenden Abschnitt werden wir dir zeigen, anhand welcher Aspekte du dich zwischen der Vielzahl an verfügbaren Slow Juicern entscheiden kannst.

Entscheidende Faktoren, anhand denen du Slow Juicer am besten miteinander vergleichen kannst, sind:

  • Leistung
  • Materialbeschaffenheit und Reinigung
  • Einfüllöffnung und Größe
  • Grundausstattung
  • Funktionen

In den kommenden Absätzen gehen wir genauer auf die einzelnen Punkte ein.

Leistung

Eins haben alle Slow Juicer gemeinsam: die geringe Drehgeschwindigkeit der Pressschnacke. Die Leistung von Slow Juicern wird nicht wie bei anderen Geräten an der Anzahl der Watt gemessen, sondern an der Anzahl der Umdrehungen pro Minute. Entsafter mit bis zu 200 Umdrehungen pro Minute werden als Slow Juicer bezeichnet.

Der Großteil der Geräte weist allerdings eine viel geringere Drehzahl auf. Im Durchschnitt haben gute Geräte Drehzahlen im Bereich von 40 bis 100 Umdrehungen pro Minute. Im Vergleich zu anderen Entsaftern ist das sehr wenig. Hier liegt allerdings der Vorteil von Kaltentsaftern.

Grundsätzlich gilt: desto weniger Geschwindigkeit, desto weniger Oxidationspotenzial. Wie bereits weiter oben im Artikel erwähnt behalten die gepressten Obst- und Gemüsesorten durch die schonende Verarbeitung den Großteil ihrer Vitamine und Nährstoffe.

Materialbeschaffenheit und Reinigung

Egal ob du dich für ein horizontales oder ein vertikales Modell entscheidest, gute Slow Juicer sind langlebige Geräte. Bei entsprechender Nutzung und regelmäßiger Reinigung werden dich hochwertige Geräte lange mit frischen Säften glücklich machen.

Die Reinigung deines Slow Juicers ist äußerst wichtig. Achte beim Kauf daher auf hochwertiges Material und Spülmaschinenfestigkeit. (Bildquelle: unsplash.com / Matthew Tkocz)

Beim Kauf solltest du auf die Qualität der verarbeitenden Materialien achten und wie einfach die Einzelteile zu reinigen sind. Mache Geräte sind aus Hartplastik und andere aus Edelstahl. Wenn du planst, deine frischen Säfte auch jungen Kindern anzubieten, solltest du auf ein Modell mit BPA- freien Plastik achten.

Auf die Qualität der Pressschnecke solltest du bei der Auswahl deines Slow Juicers besonders achten. Sie ist maßgeblich an der Qualität der gepressten Säfte beteiligt. Wir empfehlen eine Pressschnecke aus Edelstahl oder mindestens achtfach gehärteten Plastik.

Die Spülmaschinenfestigkeit deines neuen Slow Juicers ist ebenfalls entscheidend. Bei den meisten Modellen sind mit Ausnahme des Siebes alle Teile des Gerätes spülmaschinenfest. Das erleichtert die Reinigung natürlich um einiges und spart dir wertvolle Zeit. Vertikale Slow Juicer verfügen auch oft über eine Selbstreinigungsfunktion.

Die Investition in ein hochwertiges Gerät erspart dir Zeit und Nerven.

Dieses Video soll dir zeigen, wie einfach es ist, einen hochwertigen Slow Juicer zu reinigen.

Einfüllöffnung und Größe

Denke beim Kauf deines Slow Juicers immer an den verfügbaren Platz in deiner Küche. In Küchen ist selten zu viel Platz. Daher solltest du bereits vor dem Kauf den zukünftigen Platz deines neuen Gerätes bestimmen. Zusammenfassend kann man sagen, dass horizontale Entsafter wesentlich sperriger sind als vertikale Artgenossen.

Ähnlich verhält es sich mit der Größe bzw. dem Fassungsvermögen der Füllbehälter. Die meisten Modelle schwanken zwischen 0.2l und 0.3l Füllvolumen.

Ein ganz wesentlicher Punkt beim Kauf eines Slow Juicers ist auch die Größe seiner Einfüllöffnung. Wenn du nicht viel Zeit für die Zubereitung deiner Säfte aufbringen möchtest, solltest du dich für den Kauf eines Kaltentsafters mit einem relativ großen Einfüllschacht entscheiden.

Ein Sondermodell ist der sogenannte Whole Slow Juicer. Diese Entsafter haben eine so große Öffnung, sodass die Verarbeitung von Äpfeln oder Orangen ohne vorheriges zerkleinern möglich ist. Die optimale Option falls du ein wahrer „Time Manager“ sein solltest.

Grundausstattung

Der Kauf eines Slow Juicers bedeutet den Erwerb eines ganzen Sets. Neben dem Hauptgerät und einen Auffangbehälter für den frisch gepressten Saft ist meist auch eine spezielle Reinigungsbürste für das Sieb enthalten.

Manche Modelle verfügen auch über einen separaten Behälter für den Trester (Obst- und Gemüsereste). Ein solcher Behälter erleichtert die Reinigung deines Slow Juicers, da er den Trester abfängt und dieser somit nicht im Sieb landet.

Reinigung ist auch das entscheidende Stichwort, auf das du bei der Bewertung der Grundausstattung achten sollest. Der Entsafter sollte aus möglichst wenigen aber hochwertigen Teilen bestehen. Er sollte einfach auseinander und auch wieder einfach zusammenzubauen sein.

Funktionen

Die unterschiedlichen Modelle von den verschiedensten Hersteller und Preisklassen verfügen über zahlreiche Funktionen. In diesem Teil werden wir dir die unserer Meinung nützlichsten Zusatzfunktionen vorstellen.

Slow Juicer wurden für die Herstellung von klaren und reinen Säften konstruiert. Einige Menschen bevorzugen ihren Saft jedoch mit Fruchtfleischresten. Aus diesem Grund verfügen machen Geräte zusätzlich noch über eine sogenannte Fruchtfleischstellschraube. Diese Schraube ermöglicht es dir individuell zu bestimmen, wie viel Fruchtfleisch in deinem frischen Saft gelangen soll.

In den unterschiedlichen Arten und Modellen von Slow Juicern sind auch die diversesten technischen Hilfsfunktionen verbaut. Ein Sicherheitssensor zum Beispiel schützt vor der Überhitzung des Gerätes. Das kann sehr nützlich sein, da der schonende Effekt der langsamen Pressung sonst verloren geht.

Um Säfte aus verschiedenen Obst- und Gemüsesorten herstellen zu können, können Drehschalter zur manuellen Einstellung des Härtegrades sowie der Umdrehungszahl sehr nützlich sein.

Egal welche Vorlieben du hast, wenn du diese Kriterien beim Kauf beachtest, wirst du mit Sicherheit den passenden Slow Juicer finden. Mit genügend Pflege und Liebe wird er ein treuer Alltagsgefährte sein, der dir viel Freude und köstliche Säfte beschert.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Slow Juicer

Was ist Saft?

Säfte sind lecker und gesund. Im Supermarkt finden wir eine schier unüberblickbare Auswahl an verschiedenen Säften in den verschiedensten Kombinationen und Preisklassen. Nur Wenige wissen aber was Saft eigentlich ist. Nach diesem Teil bist du einer dieses elitären Kreises.

Man unterscheidet zwischen:

  • Saft
  • Nektar
  • Fruchtsaftgetränk

Die oben angeführte Reihenfolge kann auch unter dem Aspekt der Saftqualität gesehen werden. Das hochwertigste Produkt ist der reine Saft, gefolgt vom Nektar. Das Schlusslicht belegt das Fruchtsaftgetränk.

Fruchtsaftgetränke sind aus ernährungstechnischer Sicht nicht wirklich zu empfehlen. Um als Fruchtsaftgetränk durchzugehen, muss der direkte Fruchtanteil nur zwischen 6% und 30% liegen.

Etwas besser schneidet da schon der Nektar ab. Um als Nektar durchzugehen, muss ein Fruchtsaftanteil von mindestens 25% bis 50% vorliegen. Desto mehr Fruchtanteil in einem Saft enthalten ist, desto süßer schmeckt dieser.

Die höchste Qualitätsstufe bietet der Saft. Laut einem Beschluss der europäischen Gemeinschaft und seinen Mitgliedstatten darf ein Fruchtsaft keine Zusätze wie Zucker oder andere Zusätze enthalten. Ein Saft muss aus hundert Prozent reiner Frucht gepresst sein.

Wie hältst du deine frisch gepressten Säfte möglichst lange frisch?

Frisch gepresster Saft ist lecker. Allerdings hat nicht jeder von uns die Zeit und die Geduld, jeden Tag frischen zuzubereiten. Besonders unter dem Aspekt der Vorbereitungszeit und Reinigung. Die Herstellung und Lagerung von größeren Mengen kann daher sehr nützlich sein.

Frisch gepresste Säfte werden am besten noch in den nächsten 24 Stunden konsumiert. Im Kühlschrank, in einer zuvor mit heißem Wasser ausgespülten Glasflasche, kann dein Saft bis zu 72 Stunden haltbar gelagert werden.

Pasteurisierte Säfte können in sauberen Glasflaschen bis zu einem Jahr in deinem Kühlschrank gelagert werden. (Bildquelle: unsplash.com / K15 Photos)

Die wohl beste Möglichkeit seinen Saft lange haltbar zu machen ist die Pasteurisierung. Dazu kochst du deinen Fruchtsaft für ca. eine halbe Stunde bei über 72 Grad. Somit sterben die Hefepilzbakterien im Saft ab. Diese sind für die Gärung verantwortlich.

Eine weitere Möglichkeit zur Konservierung bietet dir dein Gefrierfach. Auch durch das Einfrieren bleibt dein Saft frisch und kann bis zu einem Jahr gelagert werden. Durch diese beiden Methoden kannst du auch ohne tägliche Arbeit das ganze Jahr frische Säfte genießen.

Wie lagerst du Obst und Gemüse?

Sobald du dir deinen neuen Slow Juicer angeschafft hast, willst du diesen natürlich auch ausgiebig nutzen. Um verschiedene Obst- und Gemüsesäfte herstellen zu können, benötigst du frisches Obst und Gemüse.

Vermutlich kennst du dieses Problem auch. Bei deinem wöchentlichen Einkauf hast du viel frisches Obst und Gemüse gekauft. In Laufe der Woche verliert dieses dann aber sehr schnell an Frische oder wird sogar ungenießbar.

Nicht immer liegt das an der schlechten Qualität der Lebensmittel. Viele Menschen lagern Obst und Gemüse schlichtweg falsch. Wir zeigen dir, wie einfach es sein kann.

Bereits beim Kauf solltest du auf Einiges achten. Natürlich ist Frische das A und O. Allerdings ist Frische nicht alles. Manche Früchte reifen nach dem Kauf Zuhause noch nach und manche eben nicht. Zum Beispiel sollte man eine Ananas immer bereits im reifen Zustand kaufen, da diese nach der Ernte nicht mehr nachreift. Anders verhält es sich mit Bananen oder Avocados.

Hier eine kurze Liste der am meist gekauften Obst und Gemüsesorten:

Reifen Zuhause nach:

  • Bananen
  • Aprikosen, Nektarinen, Pfirsiche
  • Birnen
  • Pflaumen
  • Kiwi
  • Mango, Papaya
  • Tomaten
  • Avocados

Der Klassiker: Tomaten im Kühlschrank. Lagere Tomaten nie im Kühlschrank, da Tomaten bei niedrigem Temperaturen ihren Geschmack verlieren.

Reifen nicht nach:

  • Ananas
  • Beeren
  • Kirschen
  • Trauben
  • Zitrusfrüchte (Orangen, Mandarinen, Zitronen)
  • Auberginen
  • Gurken
  • Paprika

Nach dem Kauf kommt es dann auf die richtige Lagerung an. Generell gilt ein einfaches Prinzip: Lagere dein Obst und Gemüse unter den Bedingungen wie es wächst. Südfrüchte gehören niemals in den Kühlschrank, da sie sonst einen Kälteschock erleben und an Aroma verlieren. Gemüse sollte vor dem Gang in den Kühlschrank vom Grün getrennt werden.

Wir haben dir in der folgenden Tabelle erneut die wichtigsten Obst- und Gemüsearten zum richtigen Ort der Lagerung zugeordnet.

Lagerort Obst und Gemüse
Obstschale bei Zimmertemperatur Südfrüchte, Steinobst wie Pfirsiche oder Marillen, Tomaten, Auberginen, Bananen, Avocado, Melonen ganz, usw.
Speisekammer (dunkel und trocken) Zitrusfrüchte, Kartoffeln, Gurken, Paprika, Chillies, Knoblauch und Zwiebeln
Gemüsefach Äpfel, Birnen, geschnittene Melonen, Zucchini, Ingwer, Pilze und Wurzelgemüse wie Karotten und Sellerie
Kühlschrank Brokkoli, verschiedene Kräuter (Ausnahme Basilikum), Salate und Blattgemüse

Gemüse sollte vor der Lagerung im Gemüsefach nicht gewaschen oder geschnitten werden. Somit behält es seinen Vitamine und bleibt länger frisch. Mit dieser Tabelle solltest du in Zukunft kein Problem mehr bei der Lagerung deiner Lebensmittel haben. Somit hast du täglich die volle Auswahl an frischen Saftmöglichkeiten.

Grundsätzlich gilt: Lagere Obst unter denselben Bedingungen wie es wächst.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.gala.de/lifestyle/food/food-trend-juicing–ist-die-saftkur-zum-entgiften-wirklich-so-gesund–22080440.html

[2] https://www.stylight.de/Magazine/Beauty/Sellerie-Saft-Gesundheit/

[3] https://www.t-online.de/heim-garten/garten/id_69224008/holundersaft-selber-machen-so-entsaften-sie-holunderbeeren.html

[4] https://kurier.at/wellness/saft-oder-smoothie-was-ist-gesuender/213.834.787

Bildquelle: 123rf.com / Adamowicz P.

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